Testung

Das Ergebnis von IQ-Tests sollte nicht auf den Gesamt-IQ reduziert werden, vielmehr lassen sich immer auch differenzierte Erkenntnisse über das Entwicklungspotential von Kindern und Jugendlichen gewinnen. 

Folgende Intelligienzdiagnostiken biete ich in meiner Praxis an:

WPPSI-III

Der WPPSI-III zielt darauf ab, differenzierte Aussagen über die kognitiven Fähigkeiten von Kindern ab 3 bis 7;2 Jahren zu machen und daraus spezifische Fördermaßnahmen abzuleiten. Er erfasst die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit, die kristalline und die fluide Intelligenz sowie die Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Der WPPSI-III basiert auf dem pragmatisch-erfahrungsgeleiteten Intelligenzmodell von David Wechsler, nach dem Intelligenz verstanden wird als „die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinanderzusetzen“ (Wechsler, 1956). Über den Verbalteil werden vorwiegend kristalline Fähigkeiten erfasst, über den Handlungsteil vorwiegend fluide. Die Integration der Verarbeitungsgeschwindigkeit trägt Befunden der Kognitionspsychologie Rechnung.

WISC-V

Die WISC-V dient der Erfassung der allgemeinen Intelligenz und von spezifischeren kognitiven Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 bis 16 Jahren.

Theoretisch basiert die WISC-V auf aktuellen Forschungsergebnissen der Intelligenzstrukturforschung, der Arbeitsgedächtnisforschung und der entwicklungsbezogenen neurokognitiven Forschung. Der WISC-V liegt dabei ein hierarchisches Intelligenzmodell zugrunde: einem übergeordneten Faktor der allgemeinen Intelligenz im Sinne von Spearmans g-Faktor sind fünf spezifische kognitive Fähigkeiten untergeordnet. Entsprechend können neben einem Gesamt-IQ fünf primäre Indizes gebildet werden. Diese sind Sprachverständnis, Visuell-räumliche Verarbeitung, Fluides Schlussfolgern, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Für die Beantwortung spezifischer (klinischer) Fragestellung können zusätzlich fünf sekundäre Indizes gebildet werden (Quantitatives Schlussfolgern, Auditives Arbeitsgedächtnis, Nonverbaler Index, Allgemeiner Fähigkeitsindex, Kognitiver Leistungsindex).

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WAIS-IV

Die WAIS-IV dient der Erfassung der allgemeinen Intelligenz und von spezifischeren kognitiven Fähigkeiten bei Jugendlichen ab 16 Jahren und bei Erwachsenen. 

Theoretisch basiert die WAIS-IV auf der Cattell-Horn-Caroll-Theorie (CHC-Theorie; McGrew, 2009). Diese fasst Intelligenz als ein hierarchisches Konstrukt auf, welches sich aus allgemeinen und spezifischen kognitiven Fähigkeiten zusammensetzt. Während die Vorgängerversion WAIS-III bzw. WIE noch einen Verbal- und Handlungs-IQ und als Integral daraus die allgemeine Intelligenz erfasst, werden in der WAIS-IV die Indizes Sprachliches Verständnis, Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit erfasst. Durch die Zusammenfassung der vier Indizes kann der Gesamt-IQ im Sinne eines g-Faktors der allgemeinen Intelligenz gebildet werden.

Quelle: Karg Fachportal Hochbegabung